@article{58863,
  abstract     = {{Als Rilke im Frühjahr 1911 eine zuvor begonnene Afrika-Reise mit einem Nildampfer von Thomas Cook
in Ägypten fortsetzt, wird ihm schnell klar, dass das Tempo des Massentourismus in Konflikt mit seinen
Sehbedürfnissen kommt. Der touristische Blick entsteht in zeitlicher und gedanklicher Nähe zum Kolonialismus
und führt eine Form eurozentrisch-hegemonialer Weltbeherrschung vor ‒ wobei der Tourist
als Typus auch im Inland schon im 19. Jahrhundert dem Reisenden als Negativfigur entgegengestellt
wird. Entgegen gegenwärtiger Werbestrategien ist auch der Kulturtourismus von seinen Anfängen her
nicht frei von Elementen des Massentourismus und eines die Fremde beherrschenden Blicks. Dass eine
immer schon vorgeprägte Erwartungshaltung die erwartete Erschütterung erschwert, wird Rilke auf seiner
Reise deutlich, die er nicht zuletzt durch die Ägypten-Reise seiner Frau vorbereitet hat. So versucht
er den Ambivalenzen des industrialisierten Kulturtourismus zu entkommen und empfindet am Ende
doch nur die strukturelle Untragbarkeit der touristischen Situation, die schon vor der Reise durch die
Hoffnung auf authentisches Erleben hoffnungslos kontaminiert ist.}},
  author       = {{Schulte Eickholt, Swen}},
  issn         = {{2943-3010}},
  journal      = {{diMaG }},
  publisher    = {{INDIGO}},
  title        = {{{Das Gesicht des Weltalls anschauen. Rilkes Ägypten-Reise und der Kulturtourismus}}},
  doi          = {{10.17619/UNIPB/1-2182}},
  volume       = {{2}},
  year         = {{2025}},
}

@article{54425,
  abstract     = {{Zunehmend wird der Klimawandel prägender Faktor der Lebenswelten. Trotz innovativer technischer
Lösungen scheint es schwer, zu einer Lebensweise zu finden, welche menschliches Leben mit dem Erhalt
funktionierender Ökosysteme in Einklang bringt. Der Beitrag widmet sich der Frage, wie es dazu
kommen konnte, dass Menschen die Welt so stark verändern, dass ihre eigene Zukunft bedroht ist und
wie die Gegenwartsliteratur auf diese Frage reagiert hat. Zugespitzt zeigen sich in unterschiedlichen
Kontexten, in denen dieser Frage nachgegangen werden kann, zwei Antworten: 1. Durch einen narrativen
Trick ‒ zumeist eine leichte Verschiebung der Thematik ‒ wird ein Ende ermöglicht, das Hoffnung auf
eine bessere Zukunft macht, 2. Der Mensch wird als Auslaufmodell gesehen, das entweder abgeschafft
werden sollte oder durch unverbesserliches Weitermachen den Planeten nachhaltig zerstören wird.}},
  author       = {{Schulte Eickholt, Swen}},
  issn         = {{2943-3010}},
  journal      = {{diMaG}},
  keywords     = {{Klimawandel, Gegenwartsliteratur, Narrative, Anthropozän, Klimawandelroman}},
  number       = {{1}},
  pages        = {{9--29}},
  publisher    = {{LibreCat University}},
  title        = {{{Klimawandel und Gegenwartsliteratur}}},
  doi          = {{10.17619/UNIPB/1-1959}},
  volume       = {{1}},
  year         = {{2024}},
}

