@article{27572,
  abstract     = {{<jats:p> Zusammenfassung. Genetische Varianten beeinflussen die Gewichtsregulation und die Entwicklung von Essstörungen. Zunächst haben familienbasierte, sogenannte formalgenetische Studien den erblichen Anteil an der Gewichtsregulation und an der Ätiologie von Essstörungen beleuchtet. In einer Vielzahl von Studien zeigten sich sowohl für die Varianz des Körpergewichts als auch für die Entstehung von Essstörungen Erblichkeitsschätzer (Heritabilitätsraten) von über 50 %. Mit diesem Wissen begab man sich in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Suche nach den zugrundeliegenden Genen (genauer: genetischen Varianten), die das Körpergewicht, das Essverhalten oder beide Phänotypen auf Grundlage geteilter Mechanismen beeinflussen. Zunächst wurden Kandidatengenstudien durchgeführt. Dabei untersuchte man auf Grundlage unterschiedlicher, v. a. aber pathophysiologisch plausibler Überlegungen Gene mit hoher Relevanz für die untersuchten Phänotypen. Dieser Ansatz war für Essstörungen nicht sehr erfolgreich, für die Gewichtsregulation konnte eine Handvoll Gene identifiziert werden. Verbunden mit großen methodischen Fortschritten in der genetischen Forschung und v. a. der Etablierung sogenannter genomweiter Assoziationsstudien (GWAS) Anfang der 2000er-Jahre konnten bislang über 1000 Varianten/Genorte detektiert werden, die das Körpergewicht beeinflussen. Für die Essstörung Anorexia nervosa (AN) sind aktuell acht solcher Genorte beschrieben. Diese Ergebnisse, aber auch aktuelle Ansätze zu phänotypübergreifenden Analysen lassen Einblicke in die komplexe Regulation des Körpergewichtes zu und haben zudem unerwartete Pathomechanismen für AN aufgezeigt. </jats:p>}},
  author       = {{Hirtz, Raphael and Zheng, Yiran and Rajcsanyi, Luisa S. and Libuda, Lars and Antel, Jochen and Peters, Triinu and Hebebrand, Johannes and Hinney, Anke}},
  issn         = {{1422-4917}},
  journal      = {{Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie}},
  title        = {{{Ebenen der genetischen Analyse komplexer Phänotypen am Beispiel                     der Anorexia nervosa und der Varianz des Körpergewichts}}},
  doi          = {{10.1024/1422-4917/a000829}},
  year         = {{2021}},
}

@article{27573,
  abstract     = {{<jats:p> Zusammenfassung. Einleitung: Klassische ernährungsepidemiologische Studien (Beobachtungsstudien und randomisierte Interventionsstudien) zeigen, dass die Ernährung ein wichtiger Ansatzpunkt für die Prävention und Therapie psychischer Störungen sein könnte. Diese Studientypen haben allerdings Limitationen, die bei der Ergebnisinterpretation berücksichtigt werden müssen. In dieser narrativen übersichtsarbeit wird beschrieben, wie genetische Studien ein Bindeglied darstellen können, um einen Zusammenhang zwischen Ernährung und psychischen Störungen herzustellen. Methodik: Im Artikel werden verschiedene Ansätze genetischer phänotypübergreifender Analysen sowie Beispiele für deren Anwendungen in der ernährungspsychiatrischen Forschung beschrieben. Darüber hinaus werden spezifische Voraussetzungen sowie Stärken und Schwächen diskutiert. Ergebnisse: Als Methoden genetischer phänotypübergreifender Analysen sind im Rahmen ernährungspsychiatrischer Forschung bislang genetische Korrelationsanalysen, Look-up-Analysen sowie Mendelsche Randomisierungsstudien (MR-Studien) eingesetzt worden. Genetische Korrelationsanalysen und Look-up-Analysen geben erste Hinweise auf mögliche genetische überlappungen zwischen einer psychischen Störung und einem Stoffwechselweg und/oder der Versorgung mit einem spezifischen Nährstoff. MR-Studien sind weitergehende Detailanalysen mit dem Ziel, Kausalzusammenhänge zu identifizieren, beinhalten allerdings sehr spezifische Grundvoraussetzungen für ihre Durchführung. Schlussfolgerung: Genetische phänotypübergreifende Analysen sind eine sinnvolle Ergänzung der klassischen Ernährungsepidemiologie. Insbesondere signifikante Ergebnisse von MR-Studien sind eine wichtige Grundlage zur Entwicklung geeigneter Ernährungsinterventionen, die in nachfolgenden randomisiert kontrollierten Interventionsstudien mit deutlich erhöhter Erfolgsaussicht getestet werden können. Sie sind somit wichtige Instrumente einer effizienten ernährungspsychiatrischen Forschung. </jats:p>}},
  author       = {{Libuda, Lars and Hebebrand, Johannes and Föcker, Manuel and Peters, Triinu and Hinney, Anke}},
  issn         = {{1422-4917}},
  journal      = {{Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie}},
  pages        = {{1--10}},
  title        = {{{Ernährungseffekten auf der Spur – Wie die Genetik helfen kann,                     Zusammenhänge zwischen Ernährung und seelischer Gesundheit                     aufzudecken}}},
  doi          = {{10.1024/1422-4917/a000807}},
  year         = {{2021}},
}

@article{26525,
  author       = {{Hebebrand, Johannes and Antel, Jochen and Tan, Susanne and Wabitsch, Martin and Wiesing, Urban and Barth, Nikolaus and Ludwig, Christine and Bühlmeier, Judith and Libuda, Lars and Milos, Gabriella and Hinney, Anke}},
  issn         = {{1422-4917}},
  journal      = {{Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie}},
  pages        = {{1--5}},
  title        = {{{Kurzzeitige Behandlung von Patient_innen mit Anorexia nervosa mit                     rekombinant hergestelltem Human-Leptin (Metreleptin): Rasch einsetzende positive                     Effekte auf Stimmung, Kognition und Verhalten}}},
  doi          = {{10.1024/1422-4917/a000775}},
  year         = {{2021}},
}

@article{33986,
  abstract     = {{<jats:p> Zusammenfassung. Genetische Varianten beeinflussen die Gewichtsregulation und die Entwicklung von Essstörungen. Zunächst haben familienbasierte, sogenannte formalgenetische Studien den erblichen Anteil an der Gewichtsregulation und an der Ätiologie von Essstörungen beleuchtet. In einer Vielzahl von Studien zeigten sich sowohl für die Varianz des Körpergewichts als auch für die Entstehung von Essstörungen Erblichkeitsschätzer (Heritabilitätsraten) von über 50 %. Mit diesem Wissen begab man sich in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts auf die Suche nach den zugrundeliegenden Genen (genauer: genetischen Varianten), die das Körpergewicht, das Essverhalten oder beide Phänotypen auf Grundlage geteilter Mechanismen beeinflussen. Zunächst wurden Kandidatengenstudien durchgeführt. Dabei untersuchte man auf Grundlage unterschiedlicher, v. a. aber pathophysiologisch plausibler Überlegungen Gene mit hoher Relevanz für die untersuchten Phänotypen. Dieser Ansatz war für Essstörungen nicht sehr erfolgreich, für die Gewichtsregulation konnte eine Handvoll Gene identifiziert werden. Verbunden mit großen methodischen Fortschritten in der genetischen Forschung und v. a. der Etablierung sogenannter genomweiter Assoziationsstudien (GWAS) Anfang der 2000er-Jahre konnten bislang über 1000 Varianten/Genorte detektiert werden, die das Körpergewicht beeinflussen. Für die Essstörung Anorexia nervosa (AN) sind aktuell acht solcher Genorte beschrieben. Diese Ergebnisse, aber auch aktuelle Ansätze zu phänotypübergreifenden Analysen lassen Einblicke in die komplexe Regulation des Körpergewichtes zu und haben zudem unerwartete Pathomechanismen für AN aufgezeigt. </jats:p>}},
  author       = {{Hirtz, Raphael and Zheng, Yiran and Rajcsanyi, Luisa S. and Libuda, Lars and Antel, Jochen and Peters, Triinu and Hebebrand, Johannes and Hinney, Anke}},
  issn         = {{1422-4917}},
  journal      = {{Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie}},
  keywords     = {{Psychiatry and Mental health, Clinical Psychology, General Medicine, Pediatrics, Perinatology and Child Health}},
  number       = {{3}},
  pages        = {{175--185}},
  publisher    = {{Hogrefe Publishing Group}},
  title        = {{{Ebenen der genetischen Analyse komplexer Phänotypen am Beispiel                     der Anorexia nervosa und der Varianz des Körpergewichts}}},
  doi          = {{10.1024/1422-4917/a000829}},
  volume       = {{50}},
  year         = {{2021}},
}

