@article{57588,
  abstract     = {{<jats:p>Developing a curriculum provides a scientific community with a chance to reflect on their own scientific discipline as well as their relationship with others (e. g. other disciplines and civil society). How a disciplinary community presents itself to others through education influences others’ perceptions and understanding of science. Thus, communicating science through education reflects back on scientific insights. The paper presents two traditions of curriculum development and discusses how each of those traditions can incorporate aspects of such disciplinary self-reflection. By formulating questions regarding the curriculum development process as well as the structure of a curriculum, the article may serve as an inspiration for the coordination of curriculum development processes aiming at disciplinary self-reflection.</jats:p>}},
  author       = {{Jenert, Tobias}},
  issn         = {{0938-5363}},
  journal      = {{Erziehungswissenschaft}},
  keywords     = {{Curriculum, Erziehungswissenschaft, DGfE, Kerncurriculum, Curriculum Studies, Curriculumentwicklung}},
  number       = {{2-2024}},
  pages        = {{43--51}},
  publisher    = {{Verlag Barbara Budrich GmbH}},
  title        = {{{Curriculumentwicklung als Impuls zur Positionierung der Disziplin: ein institutionentheoretischer Blick}}},
  doi          = {{10.3224/ezw.v35i2.05}},
  volume       = {{35}},
  year         = {{2024}},
}

@book{45796,
  abstract     = {{Erziehungsverhältnisse laufen immer Gefahr, Gewalt hervorzubringen. Gewalt wiederum hat auch oft einen Bezug zum Sexuellen. Dieser Band thematisiert die Dynamiken von pädagogischen Verhältnissen und Beziehungen angesichts der Gegenwart des Sexuellen und deren strukturell gegebene Gewaltförmigkeit. Das Spektrum der Beiträge reicht von grundlegenden Überlegungen zum Verhältnis von Gewalt und Sexualität bis hin zu Forschungsberichten aus pädagogischen Handlungsfeldern.

Es ist ein Kennzeichen pädagogischer Beziehungen, dass die Ambivalenzen von Nähe und Abhängigkeit, von Empathie und Distanz hier ganz besonders wirksam sind. Weil pädagogische Erziehungsverhältnisse durch strukturell ungleiche Machtverteilungen geprägt sind – aufgrund von generationalen Konstellationen sowie auch in institutionellen Kontexten – laufen sie immer auch Gefahr, gewaltförmige Seiten hervorzubringen, wie etwa Praxen der Beschämung oder Strafe und Formen von Zwang, sei es durch explizite pädagogische Strategien, durch subtile Arrangements oder durch reformpädagogische verbrämte Formen der Selbstregierung.

Gewalt hat aber immer auch einen Bezug zum Sexuellen, etwa in der Verbindung zu sexualisiertem Lustgewinn oder der Lust, die aus Dominanz und Überwältigung erwächst, oder den Folgen, die Gewaltwiderfahrnisse auf intime Beziehungen haben können. Zudem spielen in gewaltförmigen Konstellationen – auch zwischen Kindern und Jugendlichen – immer auch normative Konzepte von Heterosexualität, von ‚männlich‘ oder ‚weiblich‘ und von ‚Angemessenheit‘ in Bezug auf sexuelle Orientierungen, Verhalten und Selbstdarstellung eine wichtige Rolle, auch wenn diese Dimension aus den Reflexionen der Erziehungswissenschaft über ihre Grundlagen und Praxen weitestgehend ausgeblendet ist. Wie unsicher die Disziplin in dieser Hinsicht ist, hat sich in den Diskussionen der letzten Jahre deutlich gezeigt, vor allem in der Tendenz, Übertretungen ethischer Grenzen fast ausschließlich als je individuelle Verfehlungen von Personen oder Einrichtungen zu diskutieren und die strukturelle Dimension dabei unterbelichtet zu lassen.

Der Band leistet einen Beitrag dazu, die strukturelle Gewaltförmigkeit in Erziehungsverhältnissen vor allem in ihrer Verbindung mit dem Sexuellen genauer zu verstehen. Das Spektrum der Beiträge reicht von grundlegenden Überlegungen zum Verhältnis von Gewalt und Sexualität bis hin zu Forschungsberichten aus pädagogischen Handlungsfeldern.}},
  editor       = {{Mahs, Claudia}},
  isbn         = {{978-3-8474-0705-8}},
  keywords     = {{Erziehung, Gewalt, Sektionstagung DGfE 2022, Sexualität, Tagung Macht und Geschlecht}},
  publisher    = {{Barbara Budrich}},
  title        = {{{Erziehung, Gewalt, Sexualität - Zum Verhältnis von Geschlecht und Gewalt in Erziehung und Bildung}}},
  year         = {{2016}},
}

