@inbook{33864,
  abstract     = {{Im Zentrum Beitrags steht die Frage nach dem Spezifischen einer Didaktik im Wissenschafts- bzw. Hochschulkontext. Dabei hat die Organisation des Wissenschaftssystems in Disziplinen bzw. disziplinäre Gemeinschaften eine besondere Bedeutung. Disziplinen entwickeln spezifische Praktiken, die das Handeln ihrer Angehörigen prägen und sich in Fachkulturen zeigen. Diese Praktiken werden insbesondere an kommunikativen Artefakten sichtbar. Für Personen außerhalb einer disziplinären Gemeinschaft und ganz besonders für jene, die keinen direkten Bezug zum Wissenschaftssystem haben, sind disziplinäre Praktiken häufig schwer zu erschließen. Unsere Konzeption von Wissenschaftsdidaktik lenkt den Blick auf die impliziten Praktiken wissenschaftlicher Disziplinen. Aufgabe von Wissenschaftsdidaktik ist es dem- nach, erstens die impliziten disziplinären Sinnstrukturen, die hinter bestimmten Prak- tiken stehen und in kommunikativen Handlungen und Artefakten verschlüsselt sind, zu entschlüsseln. Zweitens ist es notwendig, die Wahrnehmung disziplinärer Praktiken durch die Studierenden zu analysieren und Differenzen zum Sinnverstehen von Wissenschaftler:innen zu identifizieren. Ausgehend davon kann dann drittens auf eine Verständigung über die Praktiken und deren Sinngehalt hingearbeitet werden. Der Beitrag formuliert die Grundzüge einer Wissenschaftsdidaktik, welche Verständigung über die Praktiken wissenschaftlicher Disziplinen zu einem Kernbestandteil akademischer Lehre macht. Dazu gehört auch ein Moment von Wissenschaftskritik, das auf die Disziplinen und deren Praktiken selbst zurückwirkt. Wissenschaftsdidaktik in diesem Sinne verlangt, den Blick Dritter auf die Praktiken der eigenen Disziplin einzunehmen. Dazu gehör auch, sich einzugestehen, wenn Praktiken keinen Sinn für wissenschaftliche Erkenntnisprozesse (mehr) aufweisen bzw. diesen verloren haben.}},
  author       = {{Jenert, Tobias and Scharlau, Ingrid}},
  booktitle    = {{Wissenschaftsdidaktik I: Einführung}},
  editor       = {{Reinmann, Gabi and Rhein, Rüdiger}},
  keywords     = {{Wissenschaftsdidaktik, Fachsozialisation, Wissenschaftskritik, Verständigung, Fachkultur, akademische Praktiken, Unterrichtsfach Psychologie}},
  pages        = {{155 -- 179}},
  publisher    = {{transcript}},
  title        = {{{Wissenschaftsdidaktik als Verständigung über wissenschaftliches Handeln – eine Auslegeordnung}}},
  doi          = {{10.14361/9783839460979-008}},
  year         = {{2022}},
}

@article{28693,
  abstract     = {{Metaphern spielen Ansätzen der Kognitiven Linguistik zufolge eine wichtige Rolle dafür, sich abstrakte Sachverhalte zu erschließen. Die Autorin analysiert zwei Interviews über Fachkulturen aus einer früheren Untersuchung (Scharlau und Huber 2019) auf ihre wichtigsten lehrbezogenen Metaphern. Diese werden auf der Basis von kognitiv-linguistischen Ansätzen und Methoden interpretiert und Ansätze für eine hochschuldidaktische Nutzung eines solchen Blickwinkels skizziert.}},
  author       = {{Scharlau, Ingrid}},
  issn         = {{2199-8825}},
  journal      = {{die hochschullehre}},
  keywords     = {{Fachkultur, Fachkulturen, Metapher}},
  number       = {{25}},
  pages        = {{376 -- 387}},
  title        = {{{Fachkulturen unter der Lupe: Metaphern in Reflexionen über die Lehre}}},
  doi          = {{https://doi.org/10.3278/HSL2025W}},
  year         = {{2020}},
}

