[{"place":"Leipzig","year":"2023","page":"464","corporate_editor":["Estate Achim Duchow Düsseldorf"],"citation":{"chicago":"Schulze, Max, and Estate Achim Duchow Düsseldorf, eds. <i>Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993 </i>. Leipzig: Spector Books, 2023.","ieee":"M. Schulze and Estate Achim Duchow Düsseldorf, Eds., <i>Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993 </i>. Leipzig: Spector Books, 2023.","ama":"Schulze M, Estate Achim Duchow Düsseldorf, eds. <i>Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993 </i>. Spector Books; 2023.","apa":"Schulze, M., &#38; Estate Achim Duchow Düsseldorf (Eds.). (2023). <i>Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993 </i>. 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In chronologischer Folge, unterbrochen von einzelnen Essays verzeichnet die Publikation als eine über 400-seitige\r\nListe alle Phasen des Werks: Duchows Zusammenarbeit mit Sigmar Polke in den 1970er Jahren, seinen zweieinhalbjährigen Aufenthalt in Japan, seine Rückkehr 1981 in eine Kunstszene, die sich rasant in Richtung Marktgängigkeit verändert hatte, seine Arbeit an einem neuen Selbstverständnis als Künstler und Kulturarbeiter, seine malerische Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und Politik, mit Kolonialismus und Wiedervereinigung, aber auch mit dem Informel und dem Konstruktivismus. Das Werkverzeichnis katalogisiert alle auffindbaren Arbeiten sowie Texte von Duchow selbst. Weggefährt·innen und Historiker·innen geben einen Einblick in den radikalen Kontext seines Lebens.","lang":"ger"},{"lang":"eng","text":"A look at the catalogue raisonné of Düsseldorf painter, photographer, and object artist Achim Duchow (1948 – 1993) suggests a complex oeuvre that is ripe for rediscovery. His playful relationship with authorship, subjectivity, and media and the directness with which he addresses the subjects that motivate him have led to the creation of a body of work whose impact is still unfolding today. In over 400 pages, the book lists all the phases of the artist’s oeuvre mapped in chronological order and punctuated by individual essays: the list covers Duchow’s collaboration with Sigmar Polke in the 1970s, the two and a half years he spent in Japan, his return in 1981 to an art scene that had rapidly shifted its focus to marketability, his efforts to construct a new sense of himself as an artist and cultural worker, and his painterly engagement with German history and politics, with colonialism and reunification, and with art informel and constructivism. The catalogue raisonné lists all the works that can be located along with texts by Duchow himself. Close associates and historians shed light on the radical context in which his life unfolded."}],"editor":[{"id":"77991","full_name":"Schulze, Max","last_name":"Schulze","first_name":"Max"}],"status":"public","type":"book_editor","keyword":["Malerei","Medienkunst","Fotografie","Düsseldorf","Hamburg","Japan","Bad Painting","Popart","Montage"],"language":[{"iso":"ger"},{"iso":"eng"}],"_id":"48937","user_id":"77991"},{"place":"Leipzig","year":"2023","corporate_editor":["Estate Achim Duchow Düsseldorf"],"page":"281-294","citation":{"bibtex":"@inbook{Schulze_2023, place={Leipzig}, title={Dreckiges Informel: In Erwartung eines gebrochenen Arms}, booktitle={Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993}, publisher={Spector Books}, author={Schulze, Max}, editor={Schulze, Max and Estate Achim Duchow Düsseldorf}, year={2023}, pages={281–294} }","mla":"Schulze, Max. “Dreckiges Informel: In Erwartung eines gebrochenen Arms.” <i>Achim Duchow: Blindes Vertrauen / Werkverzeichnis 1971–1993</i>, edited by Max Schulze and Estate Achim Duchow Düsseldorf, Spector Books, 2023, pp. 281–94.","short":"M. 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Ihm geht es um die Frage, an welchen Orten und auf welche Weise Malerei im Jahr 2021 entsteht: Wie sieht es mit den althergebrachten Kategorisierungen von Farbe und Form, Figuration und Abstraktion oder Fläche und Raum aus? Welche Wege sucht sich vor diesem Hintergrund die heutige Malerei und welche ästhetische Kraft ist ihr eigen?\r\n\r\nDie 32 Bilder der Serie Der Wunsch zu verschwinden (Camopedia) basieren auf den 32 Farbtönen des Systems «Alpina Feine», die Schulze verwendet, um unterschiedliche Camouflage-Muster zu malen. Dieses speziell kuratierte Farbsystem wird aus Marketinggründen mit Wohlfühlassoziationen verbunden. Diese Aufladung crasht mit der Verwendung des Tarnmusters im militärischen Bereich. Schulze beschäftigt die Frage, warum gerade heute, in einer Zeit, die von vielen politischen und sozialen Veränderungen bestimmt ist, Camouflage in Mode und Design allgegenwärtig ist.\r\n\r\nFür die Serie Cool Mild Pure Warm (Streetfile) greift Schulze ebenfalls auf Farbsysteme zurück, die er mit Fotos von diversen Farb-Attentaten im öffentlichen Raum kombiniert. So entsteht ein – nicht ganz humorloser – Kommentar zur kommerziellen Nutzung von Farbe in Farbsystemen, aber auch zu deren Zweckentfremdung durch politische «Attacken» im öffentlichen Raum.\r\n\r\nDer Name der Serie EPS bezieht sich auf ein Material, das unter dem Markennamen Styropor bekannt ist. Schulze klebt es auf abstrakte Malereien, doch nicht vollständig, sondern so, dass Teilbereiche der darunter liegenden Bildebene frei bleiben. Das darunter liegende Bild wird gleichsam verdeckt wie durch die Dämmung geschützt. 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Das gilt auch für den autodidaktisch ­operie­renden Memphis Schulze (1944–2008) – dabei hatte dieser bei den Kollegen einen ganz be­sonderen Stein im Brett: Er war im Besitz einer schnell als legendär geltenden Comic- und Plattensammlung, die er jeden nutzen ließ. Das Werkverzeichnis, wie es nun die Söhne Max und Phillip gemeinsam mit Katrin Menne vor­legen, trägt dieser Praxis Rechnung und verzahnt 1 : 1 die Vielfalt seines Œuvres mit den Dokumenten eines sehr dichten ­Lebens­gefühls einer wilden Szenerie. Hier haben alle ihren Platz, treten fast wie in einem Live-Act im unmittelbaren Umfeld von Schulzes Malerei auf. Dass diese noch lange nicht die ihr gebührende Aufmerksamkeit zugewiesen bekommen hat, zeichnen die Polke-Spezialisten Petra Lange-Berndt und ­Dietmar Rübel in ihren Beiträgen nach. Letzterer hatte bereits 2009 in der Hamburger Kunsthalle mit der Ausstellung »Sigmar Polke & Co. – die 1970er Jahre« ein viel beachtetes Schlag­licht auf die sozialen und ästhetischen Be­ziehungen dieser Szene geworfen.\r\n","lang":"ger"}],"type":"book_editor"}]
