@inbook{59451,
  abstract     = {{Stets haben menschliche Gemeinschaften versucht, dem nahenden, sichvollziehenden sowie geschehenen Tod zu begegnen und dabei kommunikativePraktiken ausgebildet, die für die Zwecke der Todes- und Trauerverarbeitung zumEinsatz kommen. Die Erfassung und Reflexion dieser Praktiken ist Thema diesesBeitrags, in dem die extremen kommunikativen Ränder des sprachlichen Erfassensvon Tod sowie des performativen Vollziehens von Trauer während der Shoa reflek-tiert werden sollen. Als Grundlage dienen textuelle Kommunikate des Gettos Litz-mannstadt der Jahre 1941 bis 1944. Gefragt werden soll nach Mustern des Anzeigensvon Tod, Musteranschlüssen anhand von Personifikationen und Metaphorisierun-gen des Todes und nach Musterabbrüchen als Formen des Nicht-(Mehr)-Ausdrücken-Könnens.}},
  author       = {{Markewitz, Friedrich}},
  booktitle    = {{Tod und Trauer – digital/analog}},
  editor       = {{Frick, Karina and Gröbel, Lea and Siever, Christina}},
  keywords     = {{Gettokommunikation, Gettokommunikate, kommunikative Praktiken, Shoa, Unsagbarkeit}},
  pages        = {{29--50}},
  publisher    = {{Walter de Gruyter}},
  title        = {{{„Der Tod tritt an jede Pritsche, an jede zerschlagene Fensterscheibe heran und fragt: 'Wann darf ich kommen?'“. Möglichkeiten und Grenzen des Sprechens über Tod und des sprachlichen Vollzugs von Trauer in Textkommunikaten des Gettos Litzmannstadt}}},
  doi          = {{http://doi.org/10.1515/9783111636108-003}},
  volume       = {{66}},
  year         = {{2025}},
}

@article{59452,
  abstract     = {{Ausgehend von der Konzeptualisierung der Shoa als kommunikativem Extremfall erweist sich nicht nur das erzwungene Schweigen jüdischer Shoa-Opfer und -Überlebender als so konstitutiv wie herausforderungsvoll, sondern ebenso das täterseitige Schweigen, als z.B. ein Die-eigene-Schuld-ignorieren-Wollen. Aber ebenso irritierend anmutende Formen des Schweigens indirekt zustimmender oder zumindest wegsehender Mitglieder der Integrierten Gesellschaft während und nach dem ‚Dritten Reich‘ sind in ihrer ethisch-normativen Eingebundenheit problematisch und zugleich bedenkenswert. So herausgehoben wie auffällig erscheint aus dieser Akteursgruppe der deutsche Philosoph Martin Heidegger, hätte dieser doch bis zu seinem Tod 1976 durchaus Gelegenheit gehabt, sich zum Zivilisationsbruch der Shoa zu äußern. Doch hat er, zumindest öffentlich, stets dazu geschwiegen. Dieses Schweigen soll im Rahmen dieses Beitrages hinsichtlich seines invektiven Potentials und in Bezug zu Heideggers eigenen (philosophischen) Ausführungen zum Schweigen reflektiert werden. Damit will der Beitrag zu einer linguistischen Aufarbeitung des Kommunikationsverhaltens Heideggers, der Ausdifferenzierung einer diskurslinguistischen Invektivitätsforschung und der Analyse des Kommunikationsphänomens ‚Schweigen‘ beitragen.}},
  author       = {{Markewitz, Friedrich}},
  journal      = {{Glottotheory}},
  keywords     = {{Heidegger, Schweigen, Invektivität, Shoa}},
  number       = {{1}},
  publisher    = {{Walter de Gruyter}},
  title        = {{{Heideggers Schweigen zur Shoa. Kommunikationsanalytische Reflexionen auf das invektive Potential von Schweigen}}},
  volume       = {{16}},
  year         = {{2025}},
}

