@phdthesis{65522,
  abstract     = {{Wie verläuft der Leseprozess im Geschichtsunterricht für Schüler:innen, die neu in das deutsche Bildungssystem einsteigen – und welche Faktoren beeinflussen ihr Verstehen? Diese Studie untersucht an der Schnittstelle von Deutsch als Zweitsprache und Geschichtsdidaktik die Bedingungen des Lesens im Geschichtsunterricht. Im Fokus stehen die Erfahrungen von Seiteneinsteiger:innen sowie die Perspektiven der Lehrkräfte, die im Rahmen einer qualitativ‑explorativen Untersuchung mithilfe von Unterrichtshospitationen, Interviews und Materialanalysen erhoben wurden. Methodisch ist die Arbeit in der Grounded Theory Methodology nach Strauss und Corbin (1996) verankert, anhand derer die komplexen Einflussfaktoren historischer Leseprozesse systematisch herausgearbeitet werden.

Die Ergebnisse zeigen drei zentrale Einflussdimensionen: sprachliche, sozial‑affektive und geschichtsspezifische Faktoren. Zudem wird deutlich, dass Unterstützungsmaßnahmen stets zwischen kurzfristiger Hilfe und dem langfristigen Aufbau von Disciplinary Literacy ausbalanciert werden müssen. Ihre Wirksamkeit hängt wesentlich von der bewussten Auswahl und Zugänglichkeit durch die Lehrkraft sowie von den Möglichkeiten der Lernenden ab, Unterstützung gezielt einzufordern. Lernwirksam wird Geschichtsunterricht besonders dann, wenn hohe fachliche Anforderungen mit reflektierter sprachlicher Unterstützung verbunden werden. Die Studie leistet damit einen Beitrag zur Forschung zu sprachbewusstem Fachunterricht und bietet Impulse für eine kritisch‑reflexive Sprachsensibilität in schulischen Bildungsprozessen.}},
  author       = {{Müller, Jennifer}},
  keywords     = {{Scaffolding, Sprache und Fach, Grounded Theory Methodology, Lesen in der Sekundarstufe I, Sprachsensibler Geschichtsunterricht, Durchgängige Sprachbildung}},
  publisher    = {{Springer Spektrum}},
  title        = {{{Unterstützung von Verstehen im Fachunterricht. Eine Grounded Theory zum sprach- und fachverbindenden Geschichtsunterricht}}},
  doi          = {{10.1007/978-3-658-51420-4}},
  year         = {{2026}},
}

@phdthesis{53139,
  abstract     = {{Die Studie leistet einen empirisch-rekonstruktiven Beitrag zu einer machtkritisch ausgerichteten Fachdidaktik. Sie fokussiert den Deutschunterricht und die darin stattfindenden Interaktionen als diskursive Praxis, in der ein spezifisches Wissen in, über und angesichts von Sprache relevant gemacht wird. Für Subjektivierung ist jenes Wissen hochgradig wirkmächtig und bleibt den Akteur*innen im Prozess der schulischen Enkulturation doch größtenteils unbewusst. Darin liegt ein hohes Potential für die institutionelle (Re-)Produktion von Linguizismus.Vor diesem Hintergrund eröffnet die Studie einen Blick auf sprachbezogene Adressierungen, die in charakteristischer Weise vom Fach selbst ausgehen. Sie werden in (fach)didaktischen und pädagogischen Programmatiken breit kommuniziert und zeichnen sich bis auf die Ebene unterrichtlicher Praktiken ab. Um das Zusammenspiel von fachspezifischer Adressierung und Praktiken des ‚doing language‘ möglichst eng aufeinander beziehen und in rekonstruktionslogisch plausibilisierte Zusammenhänge bringen zu können, liegt der Arbeit ein wissenssoziologisch-diskursanalytischer Ansatz zugrunde.}},
  author       = {{Büttner, Denise}},
  isbn         = {{978-3-658-44639-0}},
  keywords     = {{Diskursanalyse, Machtkritik, Sprache und Bildung, Rekonstruktive Unterrichtsforschung, Subjektivierung, Fachdidaktik}},
  pages        = {{215}},
  publisher    = {{Springer VS}},
  title        = {{{Doing language im Deutschunterricht. Eine Analyse sprachbezogener Adressierungen in diskursiver Praxis}}},
  doi          = {{https://doi.org/10.1007/978-3-658-44640-6}},
  year         = {{2024}},
}

@article{32164,
  author       = {{Lohmeier, Yvonne and Karsten, Andrea}},
  journal      = {{JoSch – Journal der Schreibberatung}},
  keywords     = {{Schreibberatung, Schreibdidaktik, Schreibprozess, Sprache}},
  number       = {{11}},
  pages        = {{13 -- 23}},
  publisher    = {{wbv}},
  title        = {{{Schreiben eine Stimme geben. Über die Beziehung von lautem Sprechen und Schreiben im Schreibprozess}}},
  doi          = {{10.3278/JOS1601W013}},
  year         = {{2016}},
}

