@inbook{55086,
  abstract     = {{Wir beschreiben den Versuch, »Verständigungskompetenzen« im
Sinne von Ludwig Huber in der Graduiertenförderung zu entwickeln. Verständigung
ist für Huber integraler Bestandteil wissenschaftlicher Erkenntnis. Wissenschaftler:in-
nen werden aber in die Praktiken ihrer Disziplin hineinsozialisiert; die dabei entstehen-
de disziplinäre Identität und ihre Selbstverständlichkeiten sind zentral für Teilhabe am
Wissenschaftssystem. Das erschwert Verständigung prinzipiell, insbesondere das Nach-
vollziehen der Wahrnehmungen und Sinnkonstruktionen der Adressat:innen des eige-
nen Wissenschaftshandelns. Ausgehend von der Beobachtung, dass Doktorand:innen
ihre Disziplin als selbstverständlichen Zugang zum Gegenstand betrachten, stellen wir
das Konzept einer Sommerschule vor, das darauf zielt, die Abstraktion von der eigenen
disziplinären Perspektive zu ermöglichen, Systemwissen fördert und Verständigungs-
prozesse anstößt.}},
  author       = {{Jenert, Tobias and Scharlau, Ingrid}},
  booktitle    = {{Wissenschaftsdidaktik IV: Wissenschaftskommunikation}},
  editor       = {{Reinmann, Gabi and Rhein, Rüdiger}},
  isbn         = {{ 978-3-8376-6297-9 }},
  keywords     = {{science communication, Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsdidaktik, young researchers, Nachwuchsförderung}},
  pages        = {{161--184}},
  publisher    = {{transcript}},
  title        = {{{Interdisziplinäre Verständigung als Baustein wissenschaftsdidaktischer Kompetenz}}},
  year         = {{2024}},
}

@inbook{33864,
  abstract     = {{Im Zentrum Beitrags steht die Frage nach dem Spezifischen einer Didaktik im Wissenschafts- bzw. Hochschulkontext. Dabei hat die Organisation des Wissenschaftssystems in Disziplinen bzw. disziplinäre Gemeinschaften eine besondere Bedeutung. Disziplinen entwickeln spezifische Praktiken, die das Handeln ihrer Angehörigen prägen und sich in Fachkulturen zeigen. Diese Praktiken werden insbesondere an kommunikativen Artefakten sichtbar. Für Personen außerhalb einer disziplinären Gemeinschaft und ganz besonders für jene, die keinen direkten Bezug zum Wissenschaftssystem haben, sind disziplinäre Praktiken häufig schwer zu erschließen. Unsere Konzeption von Wissenschaftsdidaktik lenkt den Blick auf die impliziten Praktiken wissenschaftlicher Disziplinen. Aufgabe von Wissenschaftsdidaktik ist es dem- nach, erstens die impliziten disziplinären Sinnstrukturen, die hinter bestimmten Prak- tiken stehen und in kommunikativen Handlungen und Artefakten verschlüsselt sind, zu entschlüsseln. Zweitens ist es notwendig, die Wahrnehmung disziplinärer Praktiken durch die Studierenden zu analysieren und Differenzen zum Sinnverstehen von Wissenschaftler:innen zu identifizieren. Ausgehend davon kann dann drittens auf eine Verständigung über die Praktiken und deren Sinngehalt hingearbeitet werden. Der Beitrag formuliert die Grundzüge einer Wissenschaftsdidaktik, welche Verständigung über die Praktiken wissenschaftlicher Disziplinen zu einem Kernbestandteil akademischer Lehre macht. Dazu gehört auch ein Moment von Wissenschaftskritik, das auf die Disziplinen und deren Praktiken selbst zurückwirkt. Wissenschaftsdidaktik in diesem Sinne verlangt, den Blick Dritter auf die Praktiken der eigenen Disziplin einzunehmen. Dazu gehör auch, sich einzugestehen, wenn Praktiken keinen Sinn für wissenschaftliche Erkenntnisprozesse (mehr) aufweisen bzw. diesen verloren haben.}},
  author       = {{Jenert, Tobias and Scharlau, Ingrid}},
  booktitle    = {{Wissenschaftsdidaktik I: Einführung}},
  editor       = {{Reinmann, Gabi and Rhein, Rüdiger}},
  keywords     = {{Wissenschaftsdidaktik, Fachsozialisation, Wissenschaftskritik, Verständigung, Fachkultur, akademische Praktiken, Unterrichtsfach Psychologie}},
  pages        = {{155 -- 179}},
  publisher    = {{transcript}},
  title        = {{{Wissenschaftsdidaktik als Verständigung über wissenschaftliches Handeln – eine Auslegeordnung}}},
  doi          = {{10.14361/9783839460979-008}},
  year         = {{2022}},
}

