@inproceedings{67438,
  author       = {{Kalläne, Hannah and Kullmann, Harry}},
  location     = {{Bielefeld}},
  title        = {{{Vom Klassenzimmer zum Klimastreik: Protestmotivation von Schüler*innen mit und ohne Förderbedarf}}},
  year         = {{2026}},
}

@inproceedings{67132,
  abstract     = {{Der polarisierte Diskurs um den Klimawandel stellt Lehrkräfte vor Herausforderungen.
Studien zeigen, dass der Wunsch nach Neutralität Lehrkräfte davon abhält, solche scheinbar
kontroversen Themen im Unterricht zu behandeln (Breitenmoser et al., 2024) – obwohl das
Unterrichten von kontroversen Themen durch den Beutelsbacher Konsens geregelt ist,
welcher nicht auf einem Neutralitätsgebot fußt (Overwien, 2016), sondern auf
Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot und Lernenden-Orientierung (Wehling, 2024).
In einer Querschnittstudie wurden 588 Schüler*innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 aus acht
Förder- und vier inklusiven Gesamtschulen zu ihrer Motivation befragt, an Fridays-for-Future-
Protesten teilzunehmen. Eine Mehrebenenanalyse ergab, dass der Protestbesuch mit der
Klasse und der Lehrkraft den stärksten Prädiktor für Klimaprotestmotivation darstellt.
Gesamtschüler*innen nahmen v.a. mit Peers teil, Förderschüler*innen mit Lehrkräften und
ihrer Klasse.
Der Beitrag diskutiert die Gefahr einer Überwältigung der Jugendlichen durch ihre Lehrkräfte
in Abwägung der schulischen Verankerung von BNE im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele
(UNESCO, 2020). Angesichts der von Jugendlichen wahrgenommenen Dringlichkeit des
Themas Klimawandel (Moll et al., 2024) wird darüber hinaus diskutiert, inwiefern das Prinzip
der Lernenden-Orientierung eine solche Thematisierung geradezu erfordert (Christensen &
Grammes, 2020), solange Lernende selbst über ihre Protestteilnahme entscheiden können.
Literatur
Breitenmoser, P., Keller-Schneider, M., & Niebert, K. (2024). Navigating controversy and
neutrality: Pre-service teachers’ beliefs on teaching climate change. Environmental
Education Research, 31(11), 1–19. https://doi.org/10.1080/13504622.2024.2375335
Christensen, A. S., & Grammes, T. (2020). The Beutelsbach Consensus – the approach to
controversial issues in Germany in an international context. Acta Didactica Norden, 14(4), 1-
19. https://doi.org/10.5617/adno.8349
Moll, F. de, Quenzel, G., Leven, I., Albert, M., & McDonnell, S. (Hrsg.). (2024). Jugend 2024:
Pragmatisch zwischen Verdrossenheit und gelebter Vielfalt (1. Aufl). Beltz.
Overwien, B. (2016). Der Beutelsbacher Konsens im Kontext Globalen Lernens und der
Bildung für nachhaltige Entwicklung. In B. Widmaier & P. Zorn (Hrsg.), Brauchen wir den
Beutelsbacher Konsens? Eine Debatte der politischen Bildung (S. 260-268). BPB.
UNESCO. (2020). Education for sustainable development: A roadmap. UNESCO.
https://doi.org/10.54675/YFRE1448
Wehling, H.-G. (2024). Konsens à la Beutelsbach? Nachlese zu einem Expertengespräch
(1977). In C. Winklhöfer (Hrsg.), Der Beutelsbacher Konsens geschichtsdidaktisch (S. 23–
34). Wochenschau Wissenschaft.}},
  author       = {{Kalläne, Hannah and Kullmann, Harry}},
  location     = {{Pädagogische Hochschule Freiburg/Br.}},
  title        = {{{Bildung für nachhaltige Entwicklung – inklusive Überwältigungsgefahr?  Schulische Thematisierung und Begleitung der Fridays-for-Future-Proteste von Schüler*innen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf im Spannungsfeld des Beutelsbacher Konsenses}}},
  year         = {{2026}},
}

