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_id: '62748'
abstract:
- lang: eng
  text: 'Erklärungen spielen eine zentrale Rolle in alltäglichen persönlichen Gesprächen,
    indem sie den Wissensaustausch fördern, Ideen klären und das Verständnis unterstützen.
    In solchen Gesprächen versuchen die Erklärenden (d. h. die sachkundigere Person),
    das Verständnis der Explainees (d. h. die Person, die eine Erklärung erhält) durch
    Interaktionsprozesse wie Monitoring, Scaffolding und gemeinsame Konstruktion zu
    verbessern (Buschmeier et al., 2023; Rohlfing et al., 2021). Während gemeinsame
    Konstruktionen aus dem bidirektionalen (non-)verbalen Austausch zwischen den Gesprächspartnern
    entstehen, bezeichnet Scaffolding den Prozess, durch den die Erklärenden eine
    Erklärung anpassen, indem sie unterschiedliche Verhaltensweisen als Reaktion auf
    das Verhalten der Explainees einsetzen, welches deren kognitive Verarbeitung signalisiert
    (Wood et al., 1976). Monitoring bezeichnet einen kontinuierlichen Prozess, in
    dem die Gesprächspartner auf Wahrnehmungssignale wie (non-)verbale Verhaltensweisen
    achten, um Hinweise auf (Miss-)Verständnisse zu erkennen und zu interpretieren
    (Clark &amp; Krych, 2004).In der vorliegenden Arbeit berichte ich über fünf Studien
    zu dyadischen Erklärungen zwischen Menschen und diskutiere anhand empirischer
    Befunde die Interaktionsdynamiken, die bestimmten Formen verbalen und nonverbalen
    Erklärungsverhaltens zugrunde liegen. Zu diesem Zweck analysierte ich in den vorgestellten
    Studien Daten aus zwei Videokorpora zu verschiedenen Bereichen alltäglicher Erklärungen,
    beispielsweise medizinischen Erklärungen und Brettspielerklärungen. Das Korpus
    zu medizinischen Erklärungen umfasst elf naturalistische Interaktionen zwischen
    Ärzten und Bezugspersonen über eine bevorstehende chirurgische Operation von Kindern.
    Das Korpus zu Brettspielerklärungen besteht aus 87 dyadischen Brettspielerklärungen,
    von denen eine Teilstichprobe von 24 Interaktionen in den vorgestellten Studien
    spezifisch untersucht wurde.Um das verbale Erklärungsverhalten zu untersuchen,
    analysierte ich in zwei Studien, die sich mit medizinischen Erklärungen und Brettspielerklärungen
    befassten, den Zusammenhang zwischen Themenwechseln in Erklärungen und dem multimodalen
    Verhalten der Explainees, das von den Erklärenden beobachtet wurde. Die Analyse
    medizinischer Erklärungen legt nahe, dass der Wechsel von Elaborationen zu neuen
    Themen mit dem multimodalen Verhalten der Explainees einhergeht, welches Blickabwendung,
    Kopfnicken und verbale Rückkopplung umfasst. Der Wechsel zu Elaborationen hingegen
    ist mit einer anhaltenden Blickrichtung verbunden, unabhängig davon, ob zusätzliche
    Signale vorhanden sind oder nicht (Lazarov et al., 2024). Eine nachfolgende Studie
    zu Brettspielerklärungen (Lazarov &amp; Grimminger, in Begutachtung) erweiterte
    diese Analyse durch die Einbeziehung des Blickverhaltens der Erklärenden. Die
    Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen gegenseitigem Blickkontakt und Blickabwendung
    mit der Einleitung neuer Themen. Die Ergebnisse bestätigten die Ergebnisse aus
    dem medizinischen Kontext: Blickabwendungen der Explainees gehen Themenwechseln
    häufiger voraus als gegenseitiger Blickkontakt, was mit früheren Forschungsergebnissen
    von Rossano (2012, 2013) übereinstimmt. Die Analyse untersuchte zudem den Zusammenhang
    zwischen dem / der Gesprächspartner:in, der / die Blickabwendungen initiierte,
    und dem / der Gesprächspartner:in, der / die Themenwechsel initiierte.Um das nonverbale
    Erklärungsverhalten zu untersuchen, analysierte ich die Verwendung von sprachbegleitenden
    Gesten von verschiedenen Erklärenden in drei Studien zu Brettspielerklärungen,
    in denen das zu erklärende Objekt im gemeinsamen Referenzraum physisch nicht vorhanden
    war. Obwohl diese Abwesenheit ein fortwährendes Bedürfnis nach der Etablierung
    gemeinsamer imaginärer Räume impliziert (Kang et al., 2015; Kinalzik &amp; Heller,
    2021), beispielsweise durch kontinuierliches Zeigen auf unsichtbare Orte, zeigte
    die Studie von Lazarov &amp; Grimminger (2025), dass Gestenikonizität und zeitliche
    Hervorhebung auch in Themen zu Objekteigenschaften, Handlungsprozessen und bedingten
    Regeln variabel auftreten.Motiviert durch die kontinuierliche Verwendung von der
    gestischen Deixis während der physischen Abwesenheit des Explanandums erforschten
    die letzten zwei Studien den kognitiven Mechanismus der Anpassung des Gebrauchs
    deiktischer Gesten in Bezug auf die Beobachtung des Verständnisses der Explainees.
    Unabhängig davon, ob die Erklärenden das Verständnis der Explainees in einer retrospektiven
    Video Recall Aufgabe interpretierten (Lazarov &amp; Grimminger, 2024a) oder die
    verbalen Verständnissignale der Explainees wahrnahmen (Lazarov &amp; Grimminger,
    2024b), zeigten die Analysen, dass die Häufigkeit der gestischen Deixis während
    der Erklärungsphase, in der das Explanandum nicht im gemeinsamen Raum vorhanden
    war, stabil blieb. Zu den Ergebnissen der in dieser Dissertation präsentierten
    Studien diskutiere ich, wie die kontinuierliche Beobachtung des Feedbackverhaltens
    der Explainees Anpassungen sowohl im verbalen als auch im nonverbalen Erklärungsverhalten
    erläutern kann. Darüber hinaus verdeutlichen die von mir präsentierten Studien
    das Ausmaß der individuellen Variation innerhalb und zwischen den Erklärenden,
    von denen jeder / jede mit drei verschiedenen Explainees interagierte.'
- lang: eng
  text: 'Explanations play a central role in everyday face-to-face interactions by
    helping people share knowledge, clarify ideas, and support understanding. In face-to-face
    explanations, explainers (i.e., the more knowledgeable part) seek to enhance explainees’
    understanding of an explanandum through interactional processes such as monitoring,
    scaffolding, and co-constructions (Buschmeier et al., 2023; Rohlfing et al., 2021).
    While co-constructions emerge from the bidirectional (non-)verbal exchange between
    the interlocutors, scaffolding refers to the process by which the explainers tailor
    an explanation by employing different forms of behavior in response to the explainees''
    behavior signaling their cognitive processing (Wood et al., 1976). Monitoring
    denotes a continuous process in which the interlocutors attend to perceptual evidence,
    such as (non-)verbal behaviors, to identify and interpret cues of (mis)understanding
    (Clark &amp; Krych, 2004).In the present thesis, I report five studies on dyadic
    human–human explanations, and based on empirical findings, I discuss the interactional
    dynamics underpinning some forms of the verbal and nonverbal explaining behavior.
    To this end, in the reported studies, I analyzed data from two video corpora on
    different domains of everyday explanations, such as medical and board game explanations.
    The corpus on medical explanations comprises eleven naturalistic interactions
    between physicians and caregivers about an upcoming pediatric surgery. The corpus
    on board game explanations consists of 87 dyadic board game explanations, from
    which a subsample of 24 interactions was specifically addressed in the reported
    studies.To explore the verbal explaining behavior, I examined the relation between
    topical shifts in explanations and the explainees’ multimodal behavior as monitored
    by the explainers in two studies addressing the domains of medical and board game
    explanations. The analysis of medical explanations suggests that shifts from elaborations
    to new topics are associated with the explainees'' multimodal behavior that comprises
    gaze aversions, co-occurring with head nodding, and vocal backchanneling, whereas
    shifts into elaborations are associated with a sustained gaze direction, whether
    accompanied by additional cues or not (Lazarov et al., 2024). A subsequent study
    on board game explanations (Lazarov &amp; Grimminger, under review) extended this
    analysis by incorporating the explainers’ gaze behavior. The study investigated
    the relation of mutual gaze and gaze withdrawals to the initiation of new topics.
    The findings corroborated those from the medical context: the explainees'' gaze
    withdrawals precede topical changes more frequently than mutual gaze, which corresponds
    to prior research by (Rossano, 2012, 2013). The analysis further investigated
    the relation between the initiator of gaze withdrawals and the initiator of topical
    changes.To examine the nonverbal explaining behavior, I analyzed the use of co-speech
    gestures by different explainers in three studies on board game explanations,
    during which the explanandum was physically absent from the shared space. Although
    this absence implies a persistent need for establishing joint imagined spaces
    (Kang et al., 2015; Kinalzik &amp; Heller, 2021), for example, by continuously
    pointing at invisible locations, the study by Lazarov &amp; Grimminger (2025)
    revealed that gesture iconicity and temporal highlighting also occur variably
    across explanation topics about object features, action processes, and conditional
    rules.Motivated by the continuous use of gesture deixis during the physical absence
    of the explanandum, the last two studies explored the cognitive mechanism of adapting
    the use of deictic gestures in relation to the monitoring of the explainees''
    understanding. Whether the explainers interpreted the explainees'' understanding
    in a retrospective video recall task (Lazarov &amp; Grimminger, 2024a), or perceived
    the explainees'' verbal signals of understanding (Lazarov &amp; Grimminger, 2024b),
    the analyses demonstrated that the frequency of gesture deixis remains stable
    over the course of the explanation phase in which the explanandum was absent from
    the shared space.Building on the results from the studies presented in this thesis,
    I discuss how the continuous monitoring of the explainees'' feedback behavior
    accounts for adaptations in both the verbal and the nonverbal modes of explaining
    behavior. Furthermore, the analyses I present illuminate the extent of individual
    variation within and across explainers, each of whom interacted with three different
    explainees.'
author:
- first_name: Stefan Teodorov
  full_name: Lazarov, Stefan Teodorov
  id: '90345'
  last_name: Lazarov
  orcid: 0009-0009-0892-9483
citation:
  ama: Lazarov ST. <i>The Reflection of Interactional Monitoring in the Dynamics of
    Verbal and Nonverbal Forms of Explaining</i>. Universitätsbibliothek Paderborn;
    2025. doi:<a href="https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446">10.17619/UNIPB/1-2446</a>
  apa: Lazarov, S. T. (2025). <i>The reflection of interactional monitoring in the
    dynamics of verbal and nonverbal forms of explaining</i>. Universitätsbibliothek
    Paderborn. <a href="https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446">https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446</a>
  bibtex: '@book{Lazarov_2025, place={Paderborn}, title={The reflection of interactional
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    href="https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446">10.17619/UNIPB/1-2446</a>}, publisher={Universitätsbibliothek
    Paderborn}, author={Lazarov, Stefan Teodorov}, year={2025} }'
  chicago: 'Lazarov, Stefan Teodorov. <i>The Reflection of Interactional Monitoring
    in the Dynamics of Verbal and Nonverbal Forms of Explaining</i>. Paderborn: Universitätsbibliothek
    Paderborn, 2025. <a href="https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446">https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446</a>.'
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    Paderborn, 2025.'
  mla: Lazarov, Stefan Teodorov. <i>The Reflection of Interactional Monitoring in
    the Dynamics of Verbal and Nonverbal Forms of Explaining</i>. Universitätsbibliothek
    Paderborn, 2025, doi:<a href="https://doi.org/10.17619/UNIPB/1-2446">10.17619/UNIPB/1-2446</a>.
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    Paderborn, 2025.
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date_updated: 2025-12-02T14:21:41Z
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publisher: Universitätsbibliothek Paderborn
status: public
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  full_name: Grimminger, Angela
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  last_name: Grimminger
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title: The reflection of interactional monitoring in the dynamics of verbal and nonverbal
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