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  bibo_abstract:
  - 'Die ‚Geistliche Musik‘ besitzt in Dieter Schnebels Gesamtwerk durchaus einen
    wichtigen Stellenwert: Rund fünfzehn seiner Stücke können aufgrund ihrer Textgrundlage
    (z. B. biblisch, liturgisch) oder aufgrund einschlägiger Gattungsangaben (z. B.
    Messe) diesem Feld zugeschrieben werden. Die Forschungsliteratur kam auf dieses
    Korpus insbesondere dann zu sprechen, wenn es ihr mit hermeneutisch interpretierendem
    Interesse um die kompositorische Arbeit des Theologen Schnebel ging; erinnert
    sei stellvertretend an die Studien von Clytus Gottwald (Neue Musik als spekulative
    Theologie: Religion und Avantgarde im 20. Jahrhundert) und Constantin Gröhn (Dieter
    Schnebel und Arvo Pärt: Komponisten als ‚Theologen‘). Im vorliegenden Beitrag
    soll es allerdings nicht darum gehen, der ‚Geistlichkeit‘ Schnebel’scher Musik
    auf die Spur zu kommen, sondern vielmehr soll nach solcher Musik in Schnebels
    Œuvre gefragt werden, die den kirchenmusikalischen Raum kompositorisch gleichsam
    als Material einrechnet und in Szene setzt – Musik, die den kirchenmusikalischen
    Raum mit künstlerischen Mitteln interpretiert. In pragmatischer, nicht theoretisierend-systematischer
    Weise soll dabei ein Raumbegriff zum Einsatz kommen, der den konkret architektonischen
    und sozialen Raum ‚Kirche‘ ebenso umfasst wie die diesem Raum als Tradition eingeschriebenen
    musikalischen Praxen und Repertoires: ein weiter, vom gemeinsamen Singen bis zum
    Konzert in der Kirche reichender ‚musikkultureller Raum‘ mit den ihm dadurch eigenen
    Werk- und Gattungskanons, aber auch mit den gerade in den 1960er-Jahren mit ihm
    verbundenen kirchen-raum-musikalischen Grundsatzdebatten, wie sie Katrin Beck
    in ihrer Arbeit über Neue Musik im kirchlichen Raum der 1960er Jahre: Clytus Gottwald
    und die Folgen sehr plastisch dargelegt hat. In welcher Weise setzt sich Schnebels
    Komponieren für Orgel und für Stimme – als die mit dem (Musik‑)Raum ‚Kirche‘ in
    besonders enger Weise, ja nahezu untrennbar verbundenen Instrumente – mit diesem
    kirchenmusikalischen Kulturraum auseinander? Worin bestehen gegebenenfalls die
    Parallelen und Verbindungslinien zwischen Schnebels Komponieren für Stimme und
    für Orgel, also derjenigen beiden Bereiche, die in Schnebels großem vierteiligen
    Zyklus Für Stimmen (…missa est) (1956–1969) in geradezu programmatischer Weise
    einander gegenübergestellt und in Beziehung gesetzt sind? Inwiefern sind solche
    Verbindungen auf Schnebels spezifische künstlerische Strategien der Interpretation
    des kirchenmusikalischen Raums zurückzuführen?@ger'
  bibo_authorlist:
  - foaf_Person:
      foaf_givenName: Andreas
      foaf_name: Münzmay, Andreas
      foaf_surname: Münzmay
      foaf_workInfoHomepage: http://www.librecat.org/personId=61139
    orcid: 0000-0002-8373-4055
  dct_date: 2017^xs_gYear
  dct_isPartOf:
  - http://id.crossref.org/issn/978-3-86916-564-6
  dct_language: ger
  dct_publisher: text+kritik@
  dct_title: Immer Neue Musik im kirchenmusikalischen Raum. Zum Verhältnis von Improvisation,
    Interpretation und Determination im Vokal- und Orgelwerk von Dieter Schnebel@
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