@phdthesis{67419,
  abstract     = {{Die Modellierung der Dynamik technischer Systeme bewegt sich zwischen physikalisch fundierten White-Box-Ansätzen und rein datengetriebenen Black-Box-Modellen. Gray-Box-Modelle verbinden beide Paradigmen. Hybride Modelle stellen dabei einen Sonderfall dar, bei dem physikalisches Wissen explizit beibehalten und gezielt um datenbasierte Anteile ergänzt wird. Diese Arbeit untersucht hybride Modellierungsansätze auf Basis von Diskrepanzen zur Kompensation von Modellabweichungen. Obwohl dazu verschiedene Ansätze in der Literatur vorgeschlagen wurden, fehlt bislang ein systematischer Vergleich unter identischen Bedingungen. Auf Systemebene werden kontinuierliche und diskrete Verfahren für vollständig sowie nicht vollständig beobachtbare Systeme analysiert, sodass insgesamt fünf Ansätze gegenübergestellt werden. Die Bewertung erfolgt anhand synthetischer Messdaten eines Drei-Massen-Schwingers, die reale Bedingungen wie Rauschen, Trends und vereinfachte Modellannahmen isoliert berücksichtigen und damit Aussagen zur Generalisierungsfähigkeit erlauben. Anschließend werden ausgewählte Verfahren auf reale Messdaten eines Gelenkvierecks und eines Doppelpendels angewendet. Der Vergleich zeigt, dass kein Verfahren universell überlegen ist, sondern die Eignung maßgeblich von Anwendungskontext, Messsituation und verfügbarer Systembeschreibung abhängt. Die Übertragung auf Komponentenebene wird an Stoßdämpfer und Gummi-Metall-Lager demonstriert. Es zeigt sich, dass hybride Modellierung die Rechenzeit bei gleichbleibender Genauigkeit deutlich reduziert.}},
  author       = {{Wohlleben, Meike}},
  publisher    = {{LibreCat University}},
  title        = {{{Hybride Modellierung der Dynamik technischer Systeme auf Basis von Diskrepanzen}}},
  doi          = {{10.17619/UNIPB/1-2752}},
  year         = {{2026}},
}

